Die Galerie der Karlsruher „Baden-Brothers“

Ferenbalm-Gurbrü Station

Die „Baden-Brothers“, zwei Künstler-Brüder und Galeristen aus Karlsruhe,  reisten im Oktober 2009 mit Werken von Martin Kippenberger, Werner Büttner, Albert und Markus Ohlen im Gepäck  nach Paris für eine Ausstellung.
Interessant, dachte ich.

Was ich beim näheren Betrachten fand,  ist eine Galerie für aktuelle Kunst der Zwillinge Lukas und Sebastian Baden, im Zentrum Karlsruhes, ganz in der Nähe der Staatlichen Kunsthalle.
Preisträger auf der „art fair europe 2011“ in Nürnberg und zum „Kunsthändler des Jahres 2011“ ausgezeichnet.

„Baden“ zudem ein Nachname der mir durchaus passend für eine in Baden ansässige Karlsruher Galerie erschien und einen weiteren Obolus zum Wecken meiner Neugierde setzte.
Wobei – nicht „Galerie“ sondern „Station“, weil man hier nur ankommt, etwas verweilt oder rastet und dann weiterzieht, meinen die Beiden.
Amüsant.

Ein Fake? Public Realtions? Nein, weit gefehlt. Autark würde ich behaupten.

Die Gebrüder Baden haben an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Karlsruhe studiert. Sebastian setzte sein Studium als Promotion an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe fort und Lukas hat 2009 einen MA in modern art and curatorial studies an der Columbia University in New York City abgeschlossen.

Liest sich apart, zumal ich durch einer meiner ersten optischen Eindrücke der Galerie „Ferenbalm-Gurbrü-Station“ auf der ART Karlsruhe 2011 bestätigt sah, was sich anhand solch vieler Ungewöhnlichkeiten erahnen lässt.
Ein kleiner Auszug der Eigenwilligkeiten einer markanten aber durchaus souveränen Darbietung der Ferenbalm-Gurbrü Station, welche wohl auch die Fasson der beiden Galeristenbrüder spiegeln sollte.

Wer Baden heißt und aus Baden kommt, sich mit seinem Zwilling gemeinsam der Kunst verschreibt, renommiert und dann noch einen solch unmerklichen Namen freiwillig als Titel der Galerie wählt, wer mit dem Zug und Werken von Kippenberger, Ohlen so sorglos mit dem Zug spazieren fährt……der hat ein Augenmerk verdient – denke ich.

Durchaus gelungen meine Herren!
Beobachtungswürdig!

© Cornelia Kerber, Februar 2012