Monika Wieder: „MACH WAS“ Präventions-Theater

Theater für Kinder und Jugendliche zur Vorbeugung und Unterstützung aktueller Brennpunktthemen

Dieses Ensemble kommt dorthin, wo es gebraucht wird. Keine Show, sondern Realität auf der Bühne.
Ich kenne Monika seit einigen Jahren, wenn ich recht überlege, seit 2010. Damals war sie noch auf ihrem Weg in die professionelle Regieausbildung. Heute ist sie Regisseurin, Theaterpädagogin, Stückautorin, Schauspielerin und Gründerin von „MACH WAS – Prävention, Theater und mehr….
Sie schreibt nicht nur über ihre Themen sondern setzt sich mit ihnen auseinander, nimmt sie mit nach Hause, denkt weiter und entwickelt daraus Gesprächsstoff, Impulse oder Lösungsansätze.

Es gibt Menschen, die sich beruflich mit bestimmten Themen beschäftigen. Und es gibt Menschen, die diese Themen wirklich bewegen. Monika Wieder gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.

Ihr Theater kommt in Schulen, Kindergärten, Jugend- und Bildungseinrichtungen, Vereine, Verbände und andere Institutionen. Dabei geht es um Themen, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unmittelbar betreffen und die oft viel zu lange unausgesprochen bleiben: Gewalt und Zivilcourage, Mobbing und Cybermobbing, sexualisierte Gewalt, die Bandbreite der Sucht, der Umgang und die Gefahr durch digitalen Medien, Essstörungen, Kinderrechte und Kinderschutz, Gewalt unter Kindern oder Jugendlichen oder das Aufwachsen in suchtbelasteten Familien, um nur einige Beispiele zu nennen.
Für unterschiedliche Altersgruppen entwickelt Monika eigene Stücke.

Und genau hier liegt für mich das Besondere an ihrer Arbeit: Monika und ihr Team stehen nicht mit erhobenem Zeigefinger auf der Bühne und erklären Minderjährigen die Welt. Sie erzählen Geschichten. Geschichten, in denen sich die Heranwachsenden selbst, ihre Freunde, ihre Ängste, ihre Fragen und manchmal auch ihre eigene Erfahrungen wiederfinden können.
Und genau darin steckt auch der Name: MACH WAS – Prävention heißt nicht, wegzuschauen oder abzuwarten, sondern hinzusehen, sich einzumischen und etwas zu tun. Prävention bedeutet für das MACH WAS Theater nicht fertige Antworten zu verteilen; es geht darum Menschen zu erreichen, zum Nachdenken zu bringen und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbst eine Haltung zu entwickeln oder auch sie zu sensibilisieren.

Dafür recherchiert Monika gründlich, spricht mit Fachleuten und, wenn möglich, mit Menschen, die von diesem Thema selbst betroffen sind. Ihre Stücke entstehen deshalb nicht am Schreibtisch aus einer theoretischen Vorstellung davon was Kinder und Jugendliche beschäftigen könnte; sie entstehen aus echter Auseinandersetzung und aus dem Wunsch ein Thema so zu erzählen, dass es die Menschen erreicht für die es gedacht ist.
Daher arbeitet sie nicht immerzu mit einem fertigen Repertoire, das überall gleichermaßen funktioniert. Stattdessen entwickelt Monika maßgeschneiderte Produktionen und schreibt Stücke auf Wunsch auch ganz neu, wenn eine Schule, eine Einrichtung, ein Verein oder eine bestimmte Gruppe mit einer konkreten Fragestellung konfrontiert ist. Genau dort, wo ein Thema besonders präsent ist, kann ein individuell entwickeltes Stück eine ganz andere Wirkung entfalten als ein allgemeines Präventionsangebot.

Ebenso wichtig ist bei MACH WAS, was nach der Aufführung passiert. Ein Stück endet nicht mit dem Applaus und schon gar nicht in dem Moment, in dem die Schauspieler die Bühne verlassen. Das Ensemble lässt das Publikum mit den aufgeworfenen Fragen nicht allein. In der angebotenen theaterpädagogischen Nachbereitung wird aufgegriffen, was die Kinder und Jugendlichen gesehen und empfunden haben. Es wird gesprochen, hinterfragt und gemeinsam nach Möglichkeiten und Lösungen gesucht. Das Theater verlässt damit die Bühne und findet seinen Weg mitten hinein in die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen.

Auch Eltern können einbezogen werden. Ein Elternabend der nicht mit einem Vortrag beginnt, sondern über das Theater einen spielerischen Zugang zu schwierigen Themen schafft kann Berührungsängste nehmen und helfen, Probleme früher wahrzunehmen und gemeinsam nach Wegen zu suchen. Gerade bei Themen über die Familien häufig nur schwer miteinander ins Gespräch kommen, ist das ein bemerkenswerter Ansatz.
Vielleicht erklärt genau das, warum ihre Arbeit so glaubwürdig wirkt. Monika schreibt über soziale Themen nicht aus sicherer Entfernung. Sie interessiert sich für Menschen. Sie hört zu. Sie fragt nach. Sie fühlt mit. Und sie besitzt die seltene Fähigkeit, schwierige Themen anzusprechen ohne Menschen dabei kleinzumachen oder ihnen eine Meinung vorzuschreiben.

MACH WAS ist deshalb weit mehr als ein Theaterangebot. Es ist Theater das hinschaut. Theater das Fragen zulässt. Theater das Mut machen kann. Und manchmal vielleicht genau den Gedanken anstößt, der etwas verändert: Was kann ich selbst anders machen?

Monika Wieder bietet ihr Präventionstheater bewusst zu Preisen an, die sich eine Klasse, ein Verband, ein Verein oder eine Institution leisten darf. Im Flyer „Theater macht Mut“ findet man eine erste Übersicht.
Gerade dort, wo Kinder und Jugendliche unter besonderen sozialen oder familiären Belastungen aufwachsen oder Schulen und Einrichtungen vor besonderen Herausforderungen stehen, kann eine solche Investition viel bewirken. Bei größeren Gruppen lässt sich der Aufwand auf viele Kinder und Jugendliche oder Eltern verteilen, Fördervereine können Projekte mitfinanzieren und auch Verbände und Institutionen können dazu beitragen, dass Prävention genau dort ankommt, wo sie besonders gebraucht wird. Denn manchmal braucht es nicht viel um etwas in Bewegung zu bringen, aber jemanden der den ersten Schritt macht.

Mit Sitz in Baden-Württemberg, bundesweit buchbar ➡️ Link zu: Monika Wieder: „MACH WAS – Prävention, Theater und mehr…“

Text: © Cornelia Kerber, August 2026 Foto aus Facebook: © Monika Wieder